6 12/2026
VISIER
Bund stuft Nachhaltigkeitsziele zurück
(ljo) Die Mitgliedstaaten der Vereinten 
Nationen haben sich Nachhaltigkeitsziele 
gesetzt, zum Beispiel gegen Hunger, Armut 
oder für mehr Artenvielfalt. Sie sollten bis 
2030 umgesetzt sein. Doch es hapert – auch 
in der Schweiz. Der Bundesrat hat seine 
17 Uno-Nachhaltigkeitsziele für 2030 her-
abgestuft. Die Agenda 2030 sei «nicht mehr 
in ihrer ganzen Breite erreichbar». Das neue 
Leitprinzip heisst «Wirkung vor Vollständig-
keit», wodurch die Ziele zu einem pragmati-
schen Referenzrahmen umgedeutet wurden. 
Der Schritt wird vor allem durch knappe 
finanzielle und politische Handlungsspiel-
räume begründet. Anstatt an allen Zielen 
gleichermassen festzuhalten, soll der Fo-
kus auf vier zentrale Handlungsfelder ge-
legt werden: demografischer Wandel, Klima 
und Biodiversität, ressourcenschonendes 
Wirtschaften und technologischer Wandel. 
Der Schweizer Ableger des Netzwerks für 
Nachhaltigkeitslösungen (SDSN), eine In-
itiative der Uno, warnt vor dem Schritt. Die 
Befürchtung: Die Herabstufung blockiert 
das dringend nötige Handeln von Politik 
und Wirtschaft. 
Biodiversität ist dem Bund noch immer wichtig.
Foto: Urs Rüttimann
Chelsea Garden of the Year 2026 
(fk) Die international renommierte briti-
sche Landschafts- und Gartendesignerin 
Sarah Eberle hat 2026 mit ihrem Show-
garten «On the Edge» an der weltweit 
bekannten Gartenausstellung Chelsea 
Flower Show (RHS) in London den Ti-
tel «RHS Chelsea Garden of the Year» 
gewonnen. 
Der Garten thematisiert die oft über-
sehenen «edgelands» an den Rändern von 
Städten und zeigt wildwüchsige Natur, 
die auf einem brachliegenden, urbanen 
Randgebiet weiterlebt.
Im Zentrum stand die monumentale 
Figur der Gaia, Mutter Natur, deren Haar 
der Künstler Tom Hare aus Weidenzwei-
gen formte (siehe Foto). Umrahmt wurde 
dieses als Skulptur gestaltete Baumobjekt 
mit Wildpflanzen und natürlichen, na-
turnahen Elementen. Dieser Garten soll 
auf die Bedeutung der grünen Übergangs-
räume zwischen Stadt und Land aufmerk-
sam machen.
Der Garten wird nach der Show an 
einen Wohnstandort in Sheffield ver-
legt, als Teil eines regenerativen Gemein-
schaftsprojekts. Damit ist das Projekt 
nicht nur eine Ausstellung, sondern auch 
als späterer Beitrag für einen öffentlichen 
oder gemeinschaftlichen Ort gedacht. 
Foto: zVg RHS
(cb) Mehr Grün statt Asphalt – be-
grünte Flächen verbessern das Umge-
bungsklima und fördern das Wohlbe-
finden sowie den Artenreichtum. Im 
Kanton Aargau unterstützt eine neue 
Initiative Private, die eine asphaltierte 
oder zubetonierte Fläche «aufknacken» 
und begrünen möchten. Um dies mit 
breiter Unterstützung zu realisieren, 
haben sich der Kanton, die Städte Aa-
rau, Baden, Wettingen, das Naturama 
Aargau sowie die Mobiliar Genossen-
schaft zusammengeschlossen. Unter-
stützt werden sie dabei zudem von den 
«Asphaltknackerinnen», einer Gruppe 
von Kommunikation- und Umweltfach-
frauen, die seit 2022 mit dem Ziel «Aus 
Grau mach Grün» Projekte realisieren.
Das Naturama Aargau ist mit der ad-
ministrativen Verwaltung des dafür ein-
gerichteten Projekt-Fonds beauftragt. 
Schon seit 2021 unterstützt das Natur-
ama Gemeinden und Institutionen bei 
der Entsiegelung öffentlich zugängli-
cher Flächen. Nun wird dies auch auf 
Private ausgeweitet.  Die «Asphaltkna-
ckerinnen» begleiten Entsiegelungspro-
jekte, vermitteln den Kontakt zu lokalen 
GaLaBau-Betrieben und übernehmen 
die Dokumentation.
Insgesamt werden 200 000 Franken 
für die Beratung und die Entsorgung 
nicht sickerfähiger Beläge zur Verfü-
gung gestellt. Weitere Informationen: 
asphaltknackerinnen.ch/ 
kantonaargau
Kanton Aargau
Programm «Asphaltknacker»
Natur- und Heimatschutz
80 Jahre Schoggithaler
(cb) In den 1940er-Jahren sollte aus 
dem Silsersee ein Stausee entstehen. Um 
dies zu verhindern, hatte der Geschäfts-
führer des Schweizer Heimatschutzes 
die Idee, mit etwas typisch Schweizeri-
schem Geld zu sammeln: Schoggi. Der 
Schoggithaler wurde zum Verkaufs-
schlager. Seit 1946 haben über 80 000 
Schulklassen rund 50 Millionen Stück 
davon verkauft. Der Erlös kam Projek-
ten des Schweizer Natur- und Heimat-
schutzes zugute. Zum Jubiläum kann 
der Schoggithaler mit neuer Prägung für 
acht Franken erworben werden. 
Fotos: zVg 

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