32 12/2026 verbreitete kapländische Pflanzen, was sich bei den Zwiebelpflanzen (siehe nächste Fol- ge) wiederholen wird. Afromontaner Wald Ein weltweit wohl einzigartiges Phänomen von dem paläotropischen Florenreich zuge- hörigen Waldinseln inmitten des strauchi- gen Pflanzenreichs der Capensis (Fynbos) treffen wir am Tafelberg und verbreiteter in der Küstenebene von Knysna. In wenigen geschützten und luftfeuchten Schluchten des Tafelberges bei Kapstadt und um Knysna, wo die Niederschläge ostwärts in Richtung Sommerregengebiet küstennah auf 1000 Millimeter im Jahr zunehmen, treffen wir auf einen immergrünen Wald, der in seiner Zusammensetzung auch im Sommerregengebiet der Drakensberge und in montanen Lagen Ostafrikas in fast glei- cher Zusammensetzung anzutreffen ist. Das Bild wird von Dutzenden Arten lorbeerarti- ger Immergrüner, oft mit fleischigen Bee- renfrüchten, bestimmt. Die mächtigsten, häufig über das Kronendach hinausragen- den Bäume, die bis zu 60 Meter Wuchshöhe erreichen können, sind zwei Nadelbäume aus der südhemisphärischen Familie der Steineiben (Podocarpaceae) mit breitovalen, ledrigen Nadelblättern. Sie wirken auf den ersten Blick laubbaumartig: Breitblättrige und Sichelblättrige Steineibe oder Afrogelb- holz (Podocarpus latifolius und Afrocarpus falcatus). Die Familie der Lorbeergewächse steuert das wegen seines edlen Holzes sehr Oben: Nadelkissen (Leucospermum reflexum). Rechts: Kap-Schönblütenbaum mit herrlichem Duft (Calodendron capensis). Steingarten schmückenden und frostharten Pelargonium endlicherianum und quercetorum sind in der Türkei und Kurdistan-Iran be- heimatet. Zahlreiche Arten sind strauchig, viele auffällig sukkulent, die oft gefleckten und fleischigen Blätter häufig stark aroma- tisch (Duft-Pelargonien). Für die Zucht der Gartenformen Pelar- gonium × hortorum sind im Wesentlichen drei ursprüngliche strauchige Arten von ein bis zwei Metern Wuchshöhe ausschlagge- bend. Pelargonium zonale ist ein Endemit der Schlucht Meiringspoort im Swartbergmassiv zwischen der Kleinen und Grossen Karoo. In unseren Gärten und Parkanlagen wachsen zahlreiche Pflanzen, die aus anderen Re- gionen stammen. Seit der Römerzeit sind mit dem Menschen nachweislich Pflanzen aus fremden Gebieten in die Schweiz gekommen. Je mehr Handel der Mensch im Verlauf der Geschichte trieb und je mehr er die Welt zu erkunden begann, desto mehr brachte er fremde Pflanzen in die heutige Schweiz. In einer vielteiligen Serie zeigen wir Gartenpflanzen, die ursprünglich aus Nordamerika und Ostasien, dem Himalaja und dem Mittelmeerraum sowie aus Südamerika und Ozeanien stammen. Bereits erschienen sind: «Das nordamerikanische Laubwaldgebiet» (Ausgabe 23/2022), «Die nordamerikanischen Prärien» (3/2023), «Der nordamerikanische Mittelwesten und das Felsengebirge» (8/2023), «Der nordamerikanische Südwesten» (16/2023), «Der nordamerikanische Nordwesten» (23/2023), «Baumgiganten in Kalifornien» (1/2024), «Sträucher und Wildstauden in Kalifornien» (12/2024), «Mexiko – das Land der Artenvielfalt» (17/2024), «In den südamerikanischen Anden» (1/2025), «Die vielfältigen Pflanzenreiche in Nord- und Zentralchile» (3/2025), «Valdivianischer Regenwald: Bäume und Lianen» (9/2025), «Valdivianischer Regenwald: Sträucher und Stauden» (11/2025), «Das Südende der Flora» (13/2025) sowie «Der Fynbos im Flo- renreich Kapland» (23/2025). Serie «Unsere Gartenpflanzen und ihre Herkunft» Die Blütenfarbe ist meist Rosa und die Blät- ter weisen charakteristische Bandzonierun- gen auf. Weisse, oft rot gezeichnete Blüten sind der vom Westkap bis Mpumalanga (East Transvaal) reichenden Pelargonium peltatum eigen, während die im Sommerre- gengebiet von Kwazulu-Natal bis Mpumal- anga heimische Gefleckte Pelargonie (Pelar- gonium inquidans) das leuchtende Blut- bis Scharlachrot der Blüten als Erbe einbringt. Als weitere Blütenfarben erscheinen bei den Wildarten auch Hellgelb, selten Schwarz und Orange. So treffen wir zum ersten Mal auf auch bei uns in der Gartenkultur weit-
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