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Der ausgedolte und renaturierte 
Steinibach fliesst mitten durch das neu 
gebaute Quartier Ziegeleipark in der 
Luzerner Agglomerationsgemeinde Horw. 
eigenständigen, von einer Strasse getrennten 
Flächen von 33 250 und 13 400 Quadratme-
tern sowie 8000 Quadratmetern Dachfläche 
fertiggestellt. Zuvor waren die beiden Frei-
flächen eine mehrheitlich landwirtschaft-
lich genutzte, monotone Wiese mit rund 
dreissig Bäumen, die für den Neubau des 
Spitals gefällt werden mussten. 
Heute umfasst die naturnahe Bepflan-
zung 330 Bäume und 540 standortgerechte 
Pflanzenarten. Die beim Aushub gefunde-
nen rund 60 Findlinge aus der Eiszeit – der 
schwerste von ihnen wog 40 Tonnen – wur-
den aussortiert und für die Gestaltung der 
Landschaft genutzt. Auch die Steine vom 
Fundament eines 3000 Jahre alten Weges, 
der durch das damals sumpfige Gelände 
führte, wurden während der Bauzeit unter-
sucht. Für die Archäologen waren sie danach 
wertlos, das Landschaftsarchitekturbüro 
liess sie jedoch einlagern. Bevor die Bagger 
kamen, baute man zudem einen Metall- und 
zwei Holzpavillons aus einem ehemaligen 
Villengarten ab. Nach der Renovation und 
Reinigung stehen sie wieder auf diesem Areal 
und erinnern an die Zeit vor dem Spitalneu-
bau. «Wichtig für uns war, die Geschichte 
des Ortes weiterzuerzählen», sagt Künzel. 
Die kindergerechte Arealgestaltung und 
Architektur des Neubaus tragen zur neuen 
Identität des Ortes bei. «Trotz der beacht-
lichen Grösse des Gebäudes sollten sich 
Patienten und Besucher wohlfühlen. Der 
Park hilft, dass Kinder, aber auch Erwach-
sene zum riesigen Gebäude einen Massstab 
finden», führt die Landschaftsarchitektin 
aus. «Bäume können dies vermitteln.» Ge-
wählt wurden rund 150 Zierapfelbäume, 
die ihr Aussehen je nach Jahreszeit von der 
Blüte über die Früchte bis zum Herbstlaub 
stark verändern. Zusätzlich vernetzt diese 
Bepflanzung den Raum mit der landwirt-
schaftlichen Wiesenlandschaft und ihren 
Obstbäumen rund um das Spital und mit 
dem dahinter liegenden bewaldeten Hügel, 
dem Burghölzli. 
Gestaltung schafft Orientierung
Um den Patienten des Spitals zusätzlich zur 
Signaletik die Orientierung auf dem gross-
flächigen Areal zu erleichtern, boten sich die 
zahlreichen Rundhöfe in vielen Eingangs-
bereichen des Spitals an, die unterschiedlich 
und einladend gestaltet werden konnten. 
Das Gesamtareal bot zudem die Möglich-
keit, ganz verschiedene Lebensraumtypen 
zu schaffen. Mager- und Fromentalwiesen 
wurden angesät, Wege und Randberei-
che mit einer Saumvegetation eingefasst, 
Hecken mit einheimischen Gehölzen ge-
pflanzt. Weiter tragen Ruderalflächen, fel-
sige Steilböschungen, Streuobstwiesen mit 
ProSpecieRara-Sorten, Kleinstrukturen und 
Gärten mit Heilpflanzen zur Abwechslung 
bei. Die Flachdachfläche von 8000 Qua-
dratmetern ist extensiv und halbextensiv 
begrünt. 
«Wenn die Bauherrschaft gut organisiert 
ist, kann die Kommunikation auf Vertrauen 
aufbauen und die Entscheidungswege sind 
klar», machte Künzel bei diesem und an-
deren Projekten die Erfahrung. Zusätzlich 
gab der Generalunternehmer die Abläufe 
vom Bauherrenvertreter zur Baukommis-
sion respektive zum Architekten und Land-
schaftsarchitekten vor, verständlich und mit 
definierten Zielen für die Funktionen des 
Spitals. Ein glücklicher Zufall war, dass die 
Bauherrenvertretung, das Architekturbüro 
Herzog & de Meuron und die Landschafts-
architekten August + Margrith Künzel be-
reits das Rehabilitationszentrum in Basel, 
die Rehab, zusammen umgesetzt haben. Den 
Auftrag für das Basler Spitalprojekt erhielten 
sie ebenfalls über einen Wettbewerb. 
Als anspruchsvoll empfand Künzel die 
lange, 15-jährige Zeitspanne von der Pla-
nung bis zur Umsetzung, insbesondere weil 
wichtige Schlüsselpersonen beteiligter Orga-
nisationen und Behörden gewechselt haben. 
«Mündliche Abmachungen beispielsweise 
zum Standort von Veloabstellflächen sind 
dann plötzlich bei der Baueingabe nicht 
mehr gültig.» Auch bei der Umsetzung än-
dern sich kurzfristig Abläufe, wann was ab-
gewickelt werden soll. Ihre Bilanz dazu: «Die 
Kommunikation auf einer Grossbaustelle ist 
eine grosse Herausforderung.»
«Grünstadt» bringt Nachhaltigkeit 
2019 wurde Schaffhausen erstmals zerti-
fiziert mit dem Silber-Label von Grünstadt 

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