24 12/2026
Im Gegensatz zum Platanenkrebs, der spe-
zialisiert ist auf die Pflanze, die in seinem 
Namen steht, ist der Eipilz Phytophthora 
ramorum polyphag. Als besonders anfällig 
gelten Schneeballpflanzen, vor allem der 
Winter-Schneeball (Viburnum x bodnan-
tense), und – jedoch weniger häufig – der 
Japanische Fächerahorn (Acer japonicum, 
A. palmatum), aber auch Rhododendren, 
Kamelien sowie einzelne Lärchen-, Pappel- 
und Eschenarten und anderes Nadel- und 
Laubgehölz sind betroffen.
Die Symptome sind vielfältig: Beim 
Schneeball verfärbt sich das Kambium am 
Stammfuss, beim Rhododendron verfärbt 
sich zuerst der Blattgrund braun und bei 
der Kamelie verbreiten sich die Verbräu-
nungen von der Blattspitze aus. Der Befall 
an den Blättern beginnt immer am Mit-
telnerv und das kranke Gewebe ist scharf 
vom gesunden abgegrenzt. Auch wenn die 
genannten Pflanzen mitunter von anderen 
Arten pilzähnlicher Organismen der Gat-
tung «Phytophthora» befallen werden, ist 
es wichtig, jede Beobachtung konsequent 
zu melden (und nicht einfach selbst Pro-
ben zu nehmen). Bei Verdacht gilt: Arbeit 
sofort niederlegen und Baumschnitt und 
alles andere nicht mehr anfassen!
Kiefernholznematode
Bursaphelenchus xylophilus, der Kiefernholz-
nematode, ist als prioritärer Quarantäne-
organismus gelistet. Die Nematoden sind 
winzige Fadenwürmer. In der Schweiz wur-
de bislang noch kein Befall registriert. Das 
natürliche Heimatgebiet dieses Schädlings 
ist Nordamerika. Für die interkontinentale 
Verschleppung werden vor allem der Pflan-
zenhandel, infiziertes Verpackungsholz so-
wie die natürlichen Vektoren – Bockkäfer 
der Gattung «Monochamus» – verantwort-
lich gemacht. Befallene Föhren sterben in-
nerhalb weniger Monate ab.
Die anderen Nadelholzgattungen tole-
rieren einen Befall, werden dadurch aber 
zu einem Reservoir für Nematoden. Der 
Rückgang der Harzproduktion ist das erste 
Anzeichen einer Infektion, die unter rötlich-
brauner Nadelverfärbung sehr rasch von der 
Baumspitze abwärts fortschreitet, ohne dass 
die Nadeln abfallen. Schliesslich stirbt der 
Baum ab. Die Symptome der Nematoden 
sind leicht zu verwechseln mit denen des 
Triebsterbens der Koniferen, das durch den 
Pilzerreger Diplodia sapinea verursacht wird.
Pechkrebs der Föhre
Der Pechkrebs der Föhre, ebenfalls ein Qua-
rantäneorganismus, wurde bislang in der 
Schweiz noch nicht entdeckt. Seit dem Jahr 
1995 ist der Erreger in der EU präsent, er 
wurde damals in den Wäldern von Spanien 
nachgewiesen und 2007 dann in Portugal. 
In Frankreich und Italien gilt der Erreger, der 
ursprünglich aus Mexiko eingeschleppt wur-
de, als erfolgreich getilgt. Die Verbreitung 
des Krankheitserregers geschieht hauptsäch-
lich über infiziertes Transportgut (Saatgut, 
Sämlinge, Dekorationsmaterial und Holz), 
über die Luft (ein Kilometer) und über In-
sekten. Als seine Wirtspflanzen gelten Föh-
renarten und Douglasien. Für europäische 
Föhrenarten bedeutet ein Befall von Pech-
krebs der Föhre immer den Tod.
Bei einem Verdacht auf einen Quarantäneorganismus muss wie folgt vorgegangen werden. 
Für Privatpersonen ist die Risikoanalyse kostenlos.
Schädlinge
1. Beratungs- und Meldeformular ausfüllen: 
waldschutz.wsl.ch/de/diagnose-und- 
beratung/formtest
2. Lebende Tiere in einem Glasgefäss mit 
kleinen Luftlöchern im Deckel kühl auf-
bewahren
3. Rückmeldung abwarten
4. Tier ggf. wieder freilassen; andernfalls 
Probeeinsendung – aber nur nach Anwei-
sung mit genauen Angaben zur jeweiligen 
Probenahme, Verpackung usw.
Krankheiten
1. Beratungs- und Meldeformular ausfüllen: 
waldschutz.wsl.ch/de/diagnose-und- 
 beratung/formtest
2. Rückmeldung abwarten
3. Probeeinsendung nur nach Anweisungen 
mit genauen Angaben zur jeweiligen Pro-
benahme, Verpackung usw.
Was tun im Verdachtsfall
Der Einsatz von speziell ausgebildeten Spürhunden 
ist entscheidend bei der Inspektion von Baumschulen 
und Bäumen mit Verdacht auf Anoplophora-Befall. 
Fotos: Waldschutz Schweiz, WSL
Die Symptome eines Befalls durch den 
Asiatischen Laubholzbockkäfer treten häufig 
vor allem auf der Südseite des Baums auf.
Phytophthora: Die Symptome beim Rhododen­
dron sind welke Triebe und braune Blattflecken, 
die vom Mittelnerv ausgehen.
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