36 12/2026
Fotos oben: Einweisung vor dem Workshop. Marcus Martin erläutert die Pflanzen, die zur Verfügung stehen, und zeigt das für die Bepflanzung nötige 
Handwerkszeug. Fotos links und Mitte unten: Für das Wachstum benötigen die Pflänzchen einen zweischichtigen Substrataufbau, der mit Sand oder 
farbigen Kristallen individuell gestaltet werden kann. Rechts: Hier kommt Leben ins Glas: Springschwänze sorgen für Reinigung und Düngung. 
stark erwärmen. Viele Pflanzen vertragen 
diese hohen Temperaturen nicht. Regelmäs-
siges Drehen des Gefässes garantiert zudem 
ein gleichmässiges Wachstum der Pflanzen, 
die naturgemäss dem Licht entgegenstreben. 
Durch die Einwirkung des Lichts setzt 
sich auch automatisch der Wasserkreislauf 
in Gang. Beschlagene Innenflächen sind 
ein Zeichen für einen gut funktionierenden 
Wasserzyklus im Glas. Steigt die Innentem-
peratur, verdunstet Wasser und kondensiert 
an der kühleren Seite des Glases. Dort läuft 
es ab und befeuchtet erneut das Substrat 
und kann von den Wurzeln wieder aufge-
nommen werden. 
Und wann muss gedüngt werden? Re-
gelmässige Nährstoffgaben benötigt jede 
Pflanze? Gar nicht! Das übernehmen die 
kleinen Springschwänze (Collembola), die 
vor dem Verschliessen des Glases einge-
setzt werden. Die millimeterkleinen Sechs-
füssler sind gleichzeitig Reinigungstrupp, 
Gesundheitspolizisten und Düngerlieferant 
im Glas. Sie fressen abgestorbene Pflanzen-
teile, aber auch Schimmel, und führen die 
Nährstoffe wieder in den Kreislauf zurück. 
Viele Pflanzen im Gefäss lassen sich durch 
Kopfstecklinge vermehren. Sollte doch ein-
mal eine ausfallen, kann sie damit oder mit 
einem neuen Pflänzchen ersetzt werden.
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Maximale Objektgrösse 5m x 3.5m x 3.5m (L x B x H)
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