18 12/2026
BRANCHE
Arbeit abschliessen. Die ersten Lernenden 
werden seit 2024 nach der neuen Verord-
nung über die Berufliche Grundbildung un-
terrichtet. Eine durchdachte und attraktive 
Ausbildung ist für Gerlinde Tobler (Zent-
ralvorstand/Bildung) das beste Instrument, 
um den Nachwuchs für den Beruf der Flo-
ristin/des Floristen zu gewinnen. «Wir sind 
in der glücklichen Situation, dass wir die 
Zahl unserer Lernenden auf dem bisherigen 
Niveau halten können.» Über alle drei Lehr-
jahre gerechnet sind dies 630 Lernende. Die 
Website future.florist.ch wirbt dafür, das 
Interesse an diesem Beruf hochzuhalten, 
und unterstützt bei der Suche nach einer 
Schnupperlehre oder Lehrstelle.
«Lernende auszubilden ist in den vergan-
genen Jahren anspruchsvoller geworden», 
sagt Thomas Meier. Das Label «Top Aus-
bildungsbetriebe» zeichnet Betriebe aus, die 
sich vorbildlich für Lernende einsetzen. Für 
den Erwerb des Zertifikats werden Quali-
tätskriterien vorgegeben, die ein Betrieb er-
füllen muss. Gleichzeitig geben diese Anfor-
derungen Orientierung, wie die Ausbildung 
inhaltlich und methodisch gut geplant und 
durchgeführt werden kann. 
Finanzierung der Berufsbildung sichern
Der Berufsbildungsfonds übernimmt un-
gedeckte Kosten der Berufsbildung von 
florist.ch und trägt damit jährlich rund 
450 000 Franken zum Budget des Verbandes 
bei. Weil der Berufsbildungsfonds Gärtner 
& Floristen vom Bundesrat für allgemein-
verbindlich erklärt worden ist, müssen alle 
in der Branche tätigen Firmen Beiträge leis-
ten. Die Geschäftsführung des Fonds wurde 
von den Trägerverbänden JardinSuisse und 
florist.ch an die AHV-Ausgleichskasse Forte 
übertragen.
Damit die Allgemeinverbindlichkeitser-
klärung (AVE) möglich ist und weiterhin in 
Kraft bleibt, müssen 30 Prozent der in der 
«Wir brauchen Blumen,  
um nicht zu verkümmern»
Floristik verbindet Handwerk und Ästhetik. Mit dieser Botschaft verschafft sich der 
Verband florist.ch Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und wirbt für Nachwuchskräfte. 
An der Generalversammlung und dem «Flower Innovation Day» wurde jedoch nicht 
nur die Verbandsstrategie diskutiert, sondern die Delegierten bekamen auch zu hören, 
wieso Blumen lebensnotwendig sind. Text: Urs Rüttimann; Fotos: Erika Jüsi 
In der Schweiz produzierte Blumen verkaufen sich in Fachgeschäften bestens. Die Produzenten können die Nachfrage zurzeit nicht decken. 
An den SwissSkills 2025 zeigten die Floris-
tinnen und Floristen in intensiver Wett-
kampfatmosphäre vor grossem Publikum 
ihr Können. Svenja Simmerle aus Schmeri-
kon holte sich Gold und damit das Ticket für 
die WorldSkills in Shanghai. «Wir wollten 
den Beruf mit seinen hervorragenden hand-
werklichen Qualitäten zeigen, so wie er in 
unseren Fachgeschäften gepflegt wird», sagt 
Thomas Meier, Geschäftsleiter des Unter-
nehmerverbands florist.ch. 12 000 Besu-
cherinnen und Besucher suchten damals 
den Stand von florist.ch auf. In Gesprächen 
liessen sich insbesondere junge Leute das 
Metier vertieft erklären. Ausserdem wur-
den über begleitende Medienberichte zu den 
SwissSkills schätzungsweise zwei Millionen 
Personen erreicht. 
Stabile Zahl der Lernenden
Die Revision der beruflichen Grundbildung 
wird der Verband 2027 nach mehrjähriger 

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