16 12/2026
Zur Strassenseite säumen 150 Zierapfelbäume den Spitalneubau. Je nach Jahreszeit wechseln sie das Aussehen. Die Süd- und Westseite  
des Baus ist flankiert von vielfältig arrangierten Grünflächen. Die Bepflanzung ist dynamisch und naturnah. 
rung des Prozesses hin zur Zertifizierung.» 
Für das Label zentral sind Ökologie und 
Biodiversität, die Massnahmen zu diesen 
Kriterien enthalten ausserdem Anpassungen 
an den Klimawandel.
«Das Kernstück ist die Umsetzung des 
Massnahmenkatalogs.» Dieser umfasst 40 
Massnahmen für die Bereiche Planung, 
Pflege, Produktion, Kommunikation, Per-
sonal und Beschaffung, einige davon sind 
als Pflichtkriterien definiert. Bei der Vor-
bereitung auf die Zertifizierung erhält die 
Gemeinde einerseits Zugang zu neusten 
Erkenntnissen, Methoden und Lösungen. 
Andererseits wird sie Teil eines Netzwerks 
aus Fachpersonen, mit denen sie sich über 
Nachhaltigkeit sowie die Umsetzung von 
Massnahmen und deren Kosten austau-
schen kann. Zum Netzwerk gehören unter 
anderem die Vereinigung Schweizerischer 
Stadtgärtnereien und Gartenbauämter, die 
Zürcher Hochschule für Angewandte Wis-
senschaften, der Verband Bioterra sowie das 
Forschungsinstitut für biologischen Land-
bau. Hinzu kommen Berater und Auditoren 
der Organisation Grünstadt Schweiz. 
Nur wenn das Label kommuniziert wird, 
kann es auch es Bestandteil der Stadtverwal-
tung werden. Ausserdem müssen Politikerin-
nen und Politiker, aber auch die Bevölkerung 
die mit dem Label verbundene Aufwertung 
der Grünräume richtig verstehen. Neben 
dem Label erhält die Gemeinde zusätzlich 
einen Auditbericht. «Dieser schafft Klarheit, 
was man gut gemacht hat und wo noch Luft 
nach oben besteht», sagt Brack. Im Bericht 
zum Silber-Label wurde 2019 beispielsweise 
darauf hingewiesen, dass ein Verzicht auf 
synthetische Pflanzenschutzmittel die Pflege 
und den Unterhalt der städtischen Grünflä-
chen noch nachhaltiger mache. In den Fol-
gejahren analysierte das Grünamt, was dies 
für die Pflanzenproduktion, den Unterhalt 
und die Schulung des Personals bedeuten 
würde. 2024, als man das Gold-Label er-
hielt, waren die städtischen Gärtnerinnen 
und Gärtner dann so weit: Schaffhausen ist 
zurzeit die einzige Stadt, die komplett auf 
synthetische Pestizide verzichtet. 
Schweiz, 2024 folgte die Auszeichnung mit 
der Höchststufe Gold. «Grünstadt Schweiz 
ist mehr als ein Label», sagt Florian Brack, 
der «Grün Schaffhausen» leitet. «Der Wert 
des Labels liegt vor allem in der Strukturie-
Oben: Beim Aushub wurden 60 Findlinge freigelegt. Der schwerste von ihnen wiegt 40 Tonnen. 
Sie setzen einen schönen Kontrast zur Pflanzenwelt.
Unten: Dieser Holzpavillon stand zuvor im Garten einer Villa. Jetzt erzählt er die Geschichte des 
Ortes weiter. 

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