05.09.2026
Fruchtbare, stabilere Böden dank Biopolymeren
Bakterien und Pilze sondern Biopolymere ab, die Sand widerstandsfähiger gegen Erosion machen und Wasser halten. Der Effekt könnte eine besondere Rolle bei der Wiederherstellung fruchtbarer Böden spielen.
(cb) Forschende der Empa und der Khalifa University, Abu Dhabi, untersuchen, wie aus Wüstensand Ackerland entstehen kann. Dafür haben sie Sand mit Mikroorganismen versetzt. Bakterien und Pilze sondern Biopolymere ab, die Sand widerstandsfähiger gegen Erosion machen und Wasser halten. Dies könnte das Wachstum von Mikroorganismen und Pflanzen ermöglichen.
Eine besondere Rolle könnte der Effekt bei der Wiederherstellung fruchtbarer Böden spielen. Geht aufgrund von Nährstoffverlusten im Boden die Vegetation zurück, ist er der Erosion durch Wind und Wasser ausgesetzt. Biopolymere könnten dafür sorgen, dass selbst Wüstensand «Leben eingehaucht» wird. Wobei Sand eine besondere Herausforderung darstellt, da er keine organischen Nährstoffe enthält, Wasser schlecht speichern kann und erosionsanfällig ist. Die Forscher versetzen Sand mit Bakterien und Pilzen, die Netzwerkstrukturen zwischen den Sandkörnern bilden. Ein weiterer Versuch wurde mit Geotextilien durchgeführt. Die Matten aus Cellulose wurden mit Sand zu einer Schichtstruktur zusammengefügt. Die Wasserversickerung verlangsamte sich dadurch um das 28-Fache.

Foto: Khalifa University
