01.10.2026
Erste Weltkarte unterirdischer Pilznetzwerke
Eine Studie zeigt erstmals das wahre Ausmass des Netzwerks symbiotischer Wurzelpilze, aber auch, in welchen Ökosystemen dieses Geflecht besonders dicht ist.
(fk) Die mit Pflanzenwurzeln verbundenen Mykorrhiza-Pilze bilden ein gigantisches, weltumspannendes Pilzgeflecht. Insgesamt sind diese Pilzfäden rund 110 Billiarden Kilometer lang und enthalten vier- bis sechsmal mehr Kohlenstoff als die gesamte Menschheit, wie nun eine in «Science» veröffentlichte Studie aufzeigt. Das Forschungsteam kombinierte dafür klassische Feldarbeit mit modernen Methoden, unter anderem mit KI-Modellen. Dabei handelt es sich aber um keine zusammenhängende «Pilzkolonie», die sich verbindend um die Erde zieht. Es beschreibt die addierte Länge unzähliger mikroskopischer Hyphen in vielen Böden weltweit.
Die Studie zeigt erstmals das wahre Ausmass dieses Netzwerks symbiotischer Wurzelpilze, aber auch, in welchen Ökosystemen dieses Geflecht besonders dicht ist. Besonders dicht sind die Netzweke in Grasland, Feuchtgebieten und Bergwiesen und somit nicht unbedingt in Wäldern. Landwirtschaftlich genutzte Böden weisen dagegen im Mittel eine deutlich geringere Hyphendichte auf. Als wichtigste Ursachen dafür gelten intensive Bodenbearbeitung und Düngung.

Foto: Felix Käppeli
