Bund stuft Nachhaltigkeitsziele zurück
Der Bundesrat hat seine 17 Uno-Nachhaltigkeitsziele herabgestuft. Die Agenda 2030 sei «nicht mehr in ihrer ganzen Breite erreichbar». Die Ziele wurden zu einem pragmatischen Referenzrahmen umgedeutet.
(ljo) Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich Nachhaltigkeitsziele gesetzt, zum Beispiel gegen Hunger, Armut oder für mehr Artenvielfalt. Sie sollten bis 2030 umgesetzt sein. Doch es hapert – auch in der Schweiz. Der Bundesrat hat seine 17 Uno-Nachhaltigkeitsziele für 2030 herabgestuft. Die Agenda 2030 sei «nicht mehr in ihrer ganzen Breite erreichbar». Das neue Leitprinzip heisst «Wirkung vor Vollständigkeit», wodurch die Ziele zu einem pragmatischen Referenzrahmen umgedeutet wurden.
Der Schritt wird vor allem durch knappe finanzielle und politische Handlungsspielräume begründet. Anstatt an allen Zielen gleichermassen festzuhalten, soll der Fokus auf vier zentrale Handlungsfelder gelegt werden: demografischer Wandel, Klima und Biodiversität, ressourcenschonendes Wirtschaften und technologischer Wandel. Der Schweizer Ableger des Netzwerks für Nachhaltigkeitslösungen (SDSN), eine Initiative der Uno, warnt vor dem Schritt. Die Befürchtung: Die Herabstufung blockiert das dringend nötige Handeln von Politik und Wirtschaft.
Der Schritt wird vor allem durch knappe finanzielle und politische Handlungsspielräume begründet. Anstatt an allen Zielen gleichermassen festzuhalten, soll der Fokus auf vier zentrale Handlungsfelder gelegt werden: demografischer Wandel, Klima und Biodiversität, ressourcenschonendes Wirtschaften und technologischer Wandel. Der Schweizer Ableger des Netzwerks für Nachhaltigkeitslösungen (SDSN), eine Initiative der Uno, warnt vor dem Schritt. Die Befürchtung: Die Herabstufung blockiert das dringend nötige Handeln von Politik und Wirtschaft.
Biodiversität ist dem Bund noch immer wichtig.
Foto: Urs Rüttimann
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