24.04.2026
Erfolgreiche Aktion zur Mitgliedergewinnung
Ein motiviertes Team leitet die JardinSuisse Fachsektion Gartenbau der Kantone Zürich, Schaffhausen, Glarus und March (SZ). Einstimmig wurde der Vorstand deshalb auf der Generalversammlung wiedergewählt. Da verspätet einberufen, wurde die 39. GV-Ausgabe mit dem traditionellen Frühlingsanlass kombiniert. Referentinnen von Grün Stadt Zürich informierten über die Revision des Planungs- und Baugesetzes (PBG) sowie über die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) in Zürich mit Fokus auf den Umgang mit Bäumen.
Traditionell setzt die Generalversammlung der Fachsektion Gartenbau der Kantone Zürich, Schaffhausen, Glarus und March (SZ) den Auftakt der zahlreichen jährlichen Zusammenkünfte der Regional- und Fachsektionen von JardinSuisse. Im Januar musste der Termin kurzfristig aufgrund eines Trauerfalls abgesagt werden. Die GV fand erst letzte Woche in Illnau im Restaurant Rössli statt.
Nach der einstimmigen Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung vom 25. Januar 2025 im Zürcher Zunfthaus zur Schmiden verlas der Präsident der Fachsektion Gartenbau, Patrick Matter, den Jahresbericht. Die Fachsektion hat ihre jährlichen Fixpunkte im Programm. Alle vier Vorstandmitglieder waren an der Delegiertenversammlung in Bern vertreten. Zudem gab es vier Treffen des Vorstandes, bei denen die Belange und laufenden Aufgaben der Fachsektion besprochen und koordiniert wurden. Der traditionelle Frühlingsanlass führte ins Ausbildungszentrum der SwissSkills, wo die Besucher den jungen Finalisten beim Training zuschauen konnten. Der Nationaltrainer erläuterte in seinem Vortrag die Details der anspruchsvollen Ausbildung. «Die Teams unserer Sektion haben sich sehr gut geschlagen und bewiesen, dass sie auf hohem Niveau arbeiten. Die mehrfach erfolgreichen Teilnehmer aus der Zentralschweiz konnten sie noch nicht schlagen, aber Elia Ruckstuhl und Aurel Wylenmann, beide Absolventen der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon, belegen einen ausgezeichneten 3. Platz», berichtet Patrick Matter. «Das macht Hoffnung für die Zukunft!»
Auch der Sommeranlass sah den Besuch eines besonderen Anlasses vor: 40 Mitglieder reisten gemeinsam zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest ins Glarnerland. «Die Teilnehmerzahl war begrenzt; wir hatten noch nie so schnell Anmeldungen und alle Plätze vergeben», berichtet der Präsident. Im Herbst stand wiederum ein Fachvortrag mit dem Thema vertikale Begrünung auf dem Programm. Alle Veranstaltungen wurden gut besucht und es gab gute Gespräche und einen regen Austausch.
Auch dieses Jahr werden für die Mitglieder noch zwei gemeinsame Veranstaltungen organisiert: am 1. September der Sommeranlass und am 10. November das Herbstevent. Themen und Orte sind noch offen, geplant sind aber wieder ein Besuch auf einer Baustelle oder bei einem Lieferanten sowie ein Fachvortrag.
Intensive Mitgliederwerbung
Die Fachsektion zählt momentan 120 aktive und 42 Passivmitglieder. Im vergangenen Jahr konnten sieben neue Eintritte verzeichnet werden, vier Mitglieder traten hauptsächlich wegen Betriebsschliessung aus. In diesem Jahr hat sich diese positive Tendenz fortgesetzt. Es gab neun Eintritte, allerdings auch zwei Austritte wegen Verkaufs oder Liquidation des Unternehmens. Diese zehn neu gewonnenen Mitglieder (neun aktive sowie ein Passivmitglied mehr) sind vor allem auf eine im vergangenen Jahr gestartete Werbekampagne zurückzuführen, die seitens der Sektion lanciert wurde.
Die positive Entwicklung schlug sich allerdings auch in den Ausgaben nieder, die laut Kassierer Markus Stämpfli etwas höher als veranschlagt ausfielen. Für die Mitgliedergewinnung wurden zahlreiche Briefe verschickt, aber auch für die Veranstaltungen wurde mehr ausgegeben als geplant. Die Revisoren Balz Dudle und Philippe Fankhauser konnten die Richtigkeit des Kassaberichts bestätigen.
Beide Revisoren wurden, wie bereits zuvor der Vorstand, von der Versammlung im Amt wiederbestätigt. Der gesamte Vorstand, bestehend aus Christoph Hofmann, Raphael Erl, Markus Stämpfli und Boris Bossmann sowie dem Präsidenten Patrick Matter, hatte sich erneut zur Wahl gestellt und wurden im Amt bestätigt, Patrick Matter zudem als Präsident wiedergewählt.
Ebenfalls genehmigt wurde das Budget des laufenden Jahres. Der Jahresbeitrag für Mitglieder bleibt unverändert bei 100 Franken.
Rück- und Ausblicke
«Mit einem neuen Konzept war JardinSuisse auf der Giardina 2026 präsent. Der neue Stand fand guten Anklang und gefiel allgemein sehr», berichtet Christoph Hofman, Präsident der Fachgruppe GaLaBau. Weiterhin wies er auf das neue Tool «GRUENEnachfolge.ch» hin. Dabei handelt es sich um eine Inserate-Plattform für die Unternehmensnachfolge in der Grünen Branche. Sie bietet Käufern und Verkäufern die Möglichkeit, sich für Betriebsübernahmen zu finden.
2026 stehen auch die WorldSkills in Shanghai auf dem Programm. Das Schweizer Team sei mit seinen Vorbereitungen gut auf Kurs, doch die Titelverteidigung werde nicht leicht sein. «Denn China investiert momentan enorm in die Ausbildung seiner Teilnehmer. Es wird sicher ein spannender Anlass. Wir werden euch live informieren», sagte Christoph Hofmann.
Die technische Kommission erarbeitet neue Merkblätter. Besonders wichtig ist die Baumkontroll-Richtlinie, die dieses Jahr veröffentlicht wurde. Neue Merkblätter werden auch zu den Themen Grüne Beläge, Hecken, Umweltmanagement, Randabschlüsse und Laufende Kontrolle Dokumente erstellt. Die Merkblätter sind für Mitglieder mit Login auf der JardinSuisse-Website abrufbar.
«Zürich muss ein Leuchtturm sein!»
Raphael Erl dankte als Vertreter des Zentralvorstandes allen Mitgliedern für die Unterstützung bei der Wahl von Marco Meier in den Zentralvorstand von JardinSuisse sowie ihre Zustimmung zum Relaunch-Paket, das in Bern bestätigt wurde. «Als Zürcher bin ich froh, dass in unserer Sektion alles so gut am Laufen ist! Zürich muss ein Leuchtturm sein!», meinte Raphael Erl.
Im kommenden Jahr stünden weitere Veränderungen an. Präsident Olivier Mark muss gemäss der Amtszeitbegrenzung zurücktreten. «Der Zentralvorstand hat eine Findungskommission erstellt, die alle Bewerbungen prüft. Die Meldefrist für Kandidaturen läuft bis zum 16. August. Bereits am 20. August wird bei einer Klausur der erste Zwischenbericht über erfolgte Meldungen gegeben», so Erl. Am 17. September folgt der zweite Zwischenbericht, am 12. November werden die Kandidaten auf der Präsidentenkonferenz vorgestellt. Die Wahl des neuen Präsidenten erfolgt dann am 3. März auf der Delegiertenversammlung in Bern. Gleichzeitig wird auch ein neues Mitglied in den Zentralvorstand gewählt, da auch Tobias Meyer, Fachgruppe GaLaBau, aufgrund der Amtszeitbegrenzung von seinem Amt zurücktritt.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz spielen im GaLaBau eine wichtige Rolle, besonders der sichere Umgang mit Maschinen und Geräten muss erlernt und perfekt beherrscht werden. Deshalb wird das bestehende digitale Sicherheitssystem JardinTOP 2026 weiterentwickelt. Das Konzept wird momentan erstellt. Zudem stehen neue Verhandlungen zum GAV an. Am 8. Mai ist das erste Treffen mit den Sozialpartnern angesetzt. Hier werden die ersten Erwartungshaltungen offengelegt, die als Basis für die Verhandlungen dienen werden.
Die 40. Generalversammlung findet am 13. Januar 2027 voraussichtlich in Schaffhausen oder im Zürcher Oberland statt.
Text und Foto: Claudia Bertoldi
