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Wie geht es unserem Wald?

29.01.2026

Das dritte Mal nach 2005 und 2015 gibt der Waldbericht umfassende Einblicke in Zustand, Entwicklung und Zukunft der Wälder. Der vom Bundesamt für Umwelt BAFU und der WSL herausgegebene Bericht fasst die Daten der letzten zehn Jahre zusammen und gibt gleichzeitig einen Ausblick für alle Themenbereiche im Hinblick auf den fortschreitenden Klimawandel.

(cb) Der Schweizer Wald steht unter Druck wie noch nie. In den letzten zehn Jahren ist die Belastung durch Extremereignisse wie Hitze, Trockenheit, Sturm, Schädlingsbefall oder anhaltend hohe Stickstoffeinträge weiter gestiegen. Das dritte Mal nach 2005 und 2015 gibt der Waldbericht umfassende Einblicke in Zustand, Entwicklung und Zukunft der Wälder. Der vom Bundesamt für Umwelt BAFU und der WSL herausgegebene Bericht fasst die Daten der letzten zehn Jahre zusammen und gibt gleichzeitig einen Ausblick für alle Themenbereiche im Hinblick auf den fortschreitenden Klimawandel. Expertinnen und Experten haben die Informationen von Langzeitbeobachtungen gesammelt und in sechs thematischen Kapiteln zusammengefasst.

Ziel: Resilientere Wälder  
Die Waldfläche hat leicht zugenommen, besonders in hohen Lagen, wo die Alpwirtschaft aufgegeben wurde. Der Holzvorrat beträgt landesweit konstant 420 Millionen Kubikmeter. In den Alpen und auf der Alpensüdseite nahm er zu, im Jura und Mittelland ist er leicht rückläufig. Dies sei auf die unterschiedliche Nutzungsintensität zurückzuführen. Zudem setzt der Klimawandel den Bäumen zu. Besonders betroffen sind Buchen, Tannen und Fichten. Artenreiche Mischbestände erweisen sich als resistenter gegenüber den klimatischen Veränderungen.  

Dies wird in Zukunft zu Veränderungen des Holzangebots in Quantität und Qualität führen. Um resiliente Wälder zu erhalten, muss nicht nur die Vielfalt der Waldstrukturen aktiv gefördert, sondern es müssen verstärkt geeignete Baumarten zur Waldverjüngung eingesetzt werden. 

Die Biodiversität in den Wäldern nahm in der letzten Dekade etwas zu, etwa bei den Baum- und Moosarten, aber auch bei den Beständen der Waldvögel. Die Situation der gefährdeten Waldarten ist stabil bis leicht verbessert. Naturferne Bestände haben abgenommen, die Strukturvielfalt und das Totholzvolumen hingegen zugenommen. Die Waldreservate nähern sich dem Zehn-Prozent-Flächenziel. 

Eine wichtige Funktion des Schweizer Waldes besteht im Schutz vor Naturgefahren wie Steinschlag, Lawinen und Murgängen. 44 Prozent des Waldes schützen Menschen und Infrastrukturen. Sie sind dichter geworden, was ihre Wirkung begünstigt. Dadurch wird allerdings die Verjüngung nicht gewährleistet, dem mit gezielten Verjüngungseingriffen und angepasstem Wildtiermanagement entgegengewirkt werden muss. Zudem dienen die Wälder zum Schutz das Grundwasser vor Verunreinigungen.  

Die Anpassungsfähigkeit der Wälder an den Klimawandel steht in Zukunft als grösste Herausforderung. Schwerpunkte sind zukunftsfähige Baumarten, die Verjüngung, die Reduktion des Wilddrucks sowie die Förderung der Biodiversität. 

Download des Berichts in vier Sprachen: https://www.wsl.ch/de/metanavigation/im-fokus/waldbericht-2025/

Dichte, artenreiche Wälder bieten einen besseren Schutz vor Naturgefahren. Foto: Claudia Bertoldi
Dichte, artenreiche Wälder bieten einen besseren Schutz vor Naturgefahren. Foto: Claudia Bertoldi

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