12.02.2026
In Mitteleuropa werden überaus selten neue Pflanzen entdeckt. Beim Bayerischen Sonnentau handelt es sich um einen Naturhybrid – eine natürlich entstandene Kreuzung aus dem Langblättrigen Sonnentau (Drosera anglica) und dem Mittleren Sonnentau (Drosera intermedia).
(ljo) Eine neue fleischfressende Pflanze hat offiziell ihren wissenschaftlichen Namen erhalten – mehr als 30 Jahre nach ihrer Entdeckung. Der Bayerische Sonnentau (Drosera × bavarica) wurde von Andreas Fleischmann bei den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) beschrieben. In Mitteleuropa werden überaus selten neue Pflanzen entdeckt. Beim Bayerischen Sonnentau handelt es sich um einen Naturhybrid – eine natürlich entstandene Kreuzung aus dem Langblättrigen Sonnentau (Drosera anglica) und dem Mittleren Sonnentau (Drosera intermedia). Dass diese Kreuzung möglich ist, hätten Kulturversuche aus Japan schon 1973 bewiesen, teilten die SNSB mit. Aber in freier Natur habe bisher niemand die Hybride gefunden.
Ausser der Münchner Botaniker Paul Debbert, der vor mehr als 30 Jahren einige Exemplare in Südbayern gepflückt hatte. Nach seinem Tod hinterliess der Experte für fleischfressende Pflanzen seine Sammlung den SNSB, wo Kollege Fleischmann den Bayerischen Sonnentau entdeckte. Auf dem Bogen mit der gepressten Pflanze stand Drosera × bavarica. Vor seinem Tod 2022 hatte Debbert sie aber nicht mehr wissenschaftlich beschreiben können. Das hat nun Fleischmann übernommen und den vom Entdecker vorgeschlagenen Namen offiziell vergeben.
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