10.12.2025
Parkanlagen, Friedhöfe oder Grünflächen in Siedlungen mit einem Baumkronenanteil von mindesten 30 Prozent können den Befall von Schädlingen wirkungsvoll eindämmen. Das ist wichtig, weil die Zahl eingeschleppter Baumschädlinge rasant zunimmt.
(ur) «Die Zahl eingeschleppter gebietsfremder Baumschädlinge nimmt rasant zu», teilt die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) mit. «Meistens tauchen sie zuerst in Städten auf, weil dort der Waren- und Personenverkehr am intensivsten ist.» Parkanlagen, Friedhöfe oder Grünflächen in Siedlungen mit einem Baumkronenanteil von mindesten 30 Prozent können den Befall von Schädlingen wirkungsvoll eindämmen. Hauptsächlich sollen es aber einheimische Bäume wie Ahorn, Linde oder Schwarze Erle sein, in denen insektenfressende Vögel oft jagen, wie die Studie des WSL-Forschers Marco Basile ergab. Mit Raupenattrappen aus Knetmasse hat er in Zürich, Basel und Lugano die Jagdaktivität der Vögel untersucht. Spuren von Vogelschnäbeln liessen sich auf diesen Ködern klar identifizieren. In den genannten drei Städten ist das Risiko eines Befalls mit gebietsfremden Schädlingen besonders hoch.
Die Vielfalt der insektenfressenden Vögel erreicht mit einem 30-prozentigen Baumbedeckungsgrad fast das Niveau des Waldes. Zudem sind solche Grünflächen für den Menschen attraktiv und bieten Schutz vor Hitze.
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