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Neophyten werden langfristig integriert

26.02.2026

Mikropflanzenfresser, obwohl oft hoch spezialisiert, nutzen etablierte gebietsfremde Arten zunehmend als Nahrung oder Wirtspflanze. Das hat eine Forschung der Universität Leipzig ergeben.

(ur) «Gebietsfremde Pflanzenarten erreichen eine den einheimischen Arten vergleichbare mikroherbivore Vielfalt in Europa.» Diesen Nachweis erbringt eine Forschung der Universität Leipzig. Damit wird die Annahme relativiert, dass vor allem die geografische Herkunft oder die verwandtschaftliche Nähe zu heimischen Arten für eine Anpassung an den neuen, gebietsfremden Standort entscheidend sind. Demgegenüber tragen zur Integration vielmehr die beiden Faktoren bei, wie lange eine Art bereits in Europa vorkommt und wie weit sie sich verbreitet hat. «Mit zunehmender Aufenthaltsdauer entstehen immer vielfältigere Interaktionen zwischen den eingeführten Pflanzen und kleinen Pflanzenfressern wie Miniermotten, Gallmücken oder Blattläusen», fasst der Informationsdienst Biodiversität die Ergebnisse dieser Forschung zusammen. «Diese Mikropflanzenfresser, obwohl oft hoch spezialisiert, nutzen etablierte gebietsfremde Arten zunehmend als Nahrung oder Wirtspflanze.» Beispiele für solche Pflanzen sind die vor 300 Jahren eingeführten Robinien oder Esparsetten (Foto), die von zahlreichen Mikroherbivoren respektive kleinen Pflanzenfressern besiedelt werden.

Foto: Urs Rüttimann
Foto: Urs Rüttimann

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