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Baumsterblichkeit durch Insekten nimmt zu

27.11.2025

Eine internationale Studie unter Leitung der Tschechischen Agraruniversität Prag mit Beteiligung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WS zeigt: In ganz Europa steigt die durch Insekten verursachte Baumsterblichkeit.

(cb) Die durch Insekten verursachte Baumsterblichkeit steigt in ganz Europa. Dies zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Tschechischen Agraruniversität Prag mit Beteiligung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Vor allem Nadelbäume sind betroffen. Schäden an Laubbäumen sind rückläufig.  Die Rinden- und Holzbohrkäfer schädigen vermehrt Nadelbäume, wogegen ein Mottenbefall nur noch selten zur Entlaubung führt. Der Buchdrucker ist hauptsächlich für Schäden an Nadelbäumen verantwortlich. Laubbäume werden meist von mehreren Arten befallen. Auch als sehr widerstandsfähig geltende Arten wie Föhren und Weisstannen weisen zunehmend Schäden durch Insektenbefall auf. Auffällig ist, dass Insektenpopulationen, die sich dieselben Wirte oder Ernährungsstrategien teilen, gemeinsam wachsen und schrumpfen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von Baumsterben auf kontinentaler Ebene. Besonders betroffen sind dabei Bäume in warmen, trockenen Regionen, was bei der Artenauswahl in Zukunft berücksichtigt werden muss. Die Erkenntnisse können als Orientierungshilfe für die künftige Waldbewirtschaftung dienen.

Der Buchdrucker ist ein starker Forstschädling. Foto: Wikimedia_Gilles San Martin

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