27.03.2026
Mit kräftig leuchtenden lila bis purpurroten Blüten locken die Wald-Weidenröschen (Epilobium angustifolium) im Sommer Wildbienen und andere Insekten an, sich an ihrem Nektar zu bedienen. Die Blätter dieser Pflanze ernähren zudem die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten. Das Wald-Weidenröschen ist für die Organisation Bioterra deshalb eine eigentliche «Biodiversitäts-Botschafterin», weil sie an ihren Standorten zur Artenvielfalt beiträgt.
Die 80 bis 150 Zentimeter hohe Pflanze mit ihren lanzettlichen Blättern und Blütentrauben wächst an vielen Standorten wie Ufern, Waldrändern und Ruderalflächen an der Vollsonne bis in den Halbschatten. Die genügsame Staude gedeiht im Tiefland bis über die Waldgrenze auf 2500 Meter, sofern der Boden feucht ist und ausreichend Nährstoffe hergibt.
Im naturnahen Garten ist ihre Ansiedlung deshalb zumeist ein Erfolgserlebnis, falls sich das Wald-Weidenröschen nicht bereits selbst über seine Flugsamen mit langem Haarschopf und einer Flugweite von bis zu zehn Kilometern einen Platz gesucht hat.
Text: Urs Rüttimann, Foto: Wikimedia / Alexxx-Malev
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