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Die Fondation Etrillard lanciert neuen Preis

27.03.2026

Nach vier Ausgaben des «Prix du Patrimoine Naturel» (Preis für Naturerbe) hat die in Genf ansässige Fondation Etrillard beschlossen, dass dieser in den «Prix Nature dans la ville» (Preis für Natur in der Stadt) umbenannt wird. Dieser mit 30 000 Franken dotierte Preis wird zukünftig jährlich vergeben.

Er unterstützt die Realisierung von Landschaftsgestaltungen, die zur Bereicherung der Biodiversität und der Lebensqualität in Städten in der Schweiz und in Frankreich beitragen, wie Parkanlagen, Gärten, städtische Gemüse- oder Obstgärten, Promenaden oder Uferbereiche, generell alle Gestaltungen, die das Leben in der Stadt fördern. Die Ausschreibung läuft bis zum 10. April. Das ist auch der Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen.

Die Projekte können von öffentlichen Akteuren (Kommunen, öffentliche Einrichtungen) oder privaten Akteuren wie Unternehmen und Vereine durchgeführt werden, sofern die Standorte für eine möglichst grosse Zahl von Menschen zugänglich sind und uneigennützig verwaltet werden. Diese Projekte müssen drei Anforderungen erfüllen: zur Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner beitragen, den Standort erheblich verändern und schliesslich die biologische Vielfalt in einem ökologischen und pädagogischen Ansatz fördern und erhalten.

Der Preis wurde in Zusammenarbeit mit «Plante & Cité» Schweiz und Frankreich entwickelt, die für die Bewertung der technischen und finanziellen Machbarkeit der Projekte sowie ihrer Nachhaltigkeit zuständig waren. Eine externe französisch-schweizerische Jury aus vier Personen wird das Gewinnerprojekt auswählen.


Eglise sacré-coeur
Eglise sacré-coeur

Die 3-30-300-Regel der WHO 

Zahlreiche internationale Studien haben die positiven Auswirkungen von Bäumen und Naturräumen in Städten auf die Gesundheit nachgewiesen. Unter anderem mildern sie Hitzestressperioden während Hitzewellen, indem sie die gefühlte Temperatur um bis zu 10 Grad Celsius senken. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Ergebnisse in der 3-30-300-Regel formalisiert: Man sollte von seinem Wohnort aus drei Bäume sehen können, mindestens 30 Prozent der Fläche seines Stadtviertels sollten von Bäumen bedeckt sein und man sollte weniger als 300 Meter von einem Park entfernt wohnen. 

«Vor diesem Hintergrund möchte die Fondation Etrillard mit ihrem neuen Preis Projekte fördern, die einen konkreten Einfluss auf die Begrünung von Städten und die Wiederannäherung der Bewohner an die Natur haben», schloss Eglantine Petit, Mitglied des Stiftungsrats und Leiterin des Bereichs Naturerbe. 

 

Weitere Informationen: www.fondationetrillard.ch 


Text : Alain-Xavier Wurst, Foto: Lionel Devaux

Fleurissement rd-pt Plainpalai
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