Comeback eines Auenwalds

Ein seltener Feuchtwald wurde revitalisiert. Solche Flächen sind wertvoll - besonders in Zeiten der Klimaerhitzung.

(ljo) Naturnahe Wasserflächen und Bachläufe sind in Schweizer Wäldern eine Seltenheit. In den letzten 200 Jahren wurden rund 95 Prozent der feuchten Waldflächen gerodet oder entwässert. So auch in der Landschaftskammer Schlatt, am Jurasüdhang zwischen Hägendorf und Rickenbach im Kanton Solothurn. Als im ehemaligen Auenwald vor drei Jahren eine bedeutende Population der bedrohten Feuersalamander gefunden wurde, bahnte sich ein Comeback an. Die Entdeckung gab dem Zweckverband Forstrevier Untergäu den Anstoss zur Revitalisierung des wertvollen Feuchtwaldes. Für sein innovatives Projekt hat der Verband von Pro Natura den mit 50 000 Franken dotierten Beugger-Preis erhalten. 
Bis zum Jahr 2030 soll der wiederbelebte Auenwald schrittweise vergrössert und zusätzlich aufgewertet werden. Damit wird der Lebensraum für gefährdete Amphibienarten erweitert und der Wasserrückhalt des Waldes gestärkt. In Zeiten zunehmender Klimaerhitzung macht das den Wald widerstandsfähiger gegen Trockenheit und dient gleichzeitig dem Hochwasserschutz. 
Wasserdurchfluss im Auenwald. Foto: Foto Jürg Hunziker
Wasserdurchfluss im Auenwald.
Foto: Foto Jürg Hunziker