03.04.2013

Giardina 2017 «Grünstattgrau»: eine ­Liebeserklärung an den Garten

Das ganze Jahr über attraktiv, pflegeleicht und vor allem natürlich: So wünschen sich die meisten unserer Kunden ihre grüne Oase vor der Haustür. Natur im Garten entsteht jedoch nicht durch Wildwuchs – im Gegenteil. Sie erfordert eine sorgfältige und nachhaltige Planung. JardinSuisse ist mit einer facettenreichen Sonderschau an der Giardina 2017 präsent, die den Bogen zwischen Stadt und Garten spannt.

Visualisierung der JardinSuisse-Sonderschau «grünstattgrau». Der JardinSuisse-Auftritt bildet einen Spannungsbogen von formalen, urbanen Gestaltungselementen bis hin zum naturbelassenen Gartenraum in all seinen Facetten. Die architektonisch bepflanzte Piazza geht dabei in eine naturnahe Gehölz- und Staudenpflanzung über.
Visualisierung der JardinSuisse-Sonderschau «grünstattgrau». Der JardinSuisse-Auftritt bildet einen Spannungsbogen von formalen, urbanen Gestaltungselementen bis hin zum naturbelassenen Gartenraum in all seinen Facetten. Die architektonisch bepflanzte Piazza geht dabei in eine naturnahe Gehölz- und Staudenpflanzung über.

Die Gestaltung ihrer «Sonderschau Garten» an der Giardina schreibt JardinSuisse jeweils in einem Ideenwettbewerb aus. Der Stand des Verbandes ist mit einer Fläche von rund 370 Quadratmetern die grösste Sonderschau an der wichtigsten Schweizer Gartenmesse und dementsprechend eine beliebte Plattform für kreative Gartengestalter.

Den diesjährigen JardinSuisse-Auftritt hat das auf Privatgärten spezialisierte Planungsbüro Lustenberger Schelling Landschaftsarchitektur gewonnen. Die Gestalter Robin Lustenberger und Jan Schelling nutzen mit ihrer Gestaltung die Gelegenheit für eine Liebeserklärung an den Garten in einem Ballungsgebiet.

«Rund drei Viertel der schweizerischen Bevölkerung leben im ‹urbanen Raum› und dort wollen sie sich auch wohlfühlen», sagt Jan Schelling. Dazu brauche es auch die Unterstützung der Natur. «Dies können Bäume sein, die Strassen säumen und Kühlung und Schatten spenden, Parkanlagen, die zum Verweilen und Erholen einladen, aber besonders auch private Gärten und Balkone, die mit Farben, Düften und Früchten ihre Besitzer erfreuen», ergänzt Robin Lustenberger. Das von den beiden Planern entworfene Projekt «Grünstattgrau» spielt mit der Beziehung zwischen Stadt und Natur und zeigt auf, wie der Garten diese beiden Pole verbinden kann.

Erweiterung des Gartenverständnisses
Die Herausforderung und hohe Kunst der Landschaftsarchitekten ist es heute, Lebensräume zu gestalten, die nachhaltige Naturerlebnisse ermöglichen. Im direkten Austausch mit ihren Kunden entwickeln die Fachleute der Grünen Branche spannende und individuelle Lösungen, für die sie die Fülle an einheimischen, traditionellen und neuen Materialien in Kombination mit einer Vielfalt an Pflanzen nutzen. Dabei hat jede artenreiche Bepflanzung das Potenzial­, das traditionelle Gartenverständnis zu verändern: Während es früher undenkbar schien, abgeblühte Blütenköpfe stehen zu lassen, wählt man heute bewusst Stauden und Ziergräser, die nach der Blüte attraktive Samenstände bilden. Dadurch entstehen neue Gartenbilder aus kunstvoll «gezähmter» Natur.

Sonderschau «grünstattgrau»
Die Sonderschau «grünstattgrau» bildet einen Spannungsbogen von formalen und urbanen Gestaltungselementen bis hin zum naturbelassenen Gartenraum in all seinen Facetten. Dabei ist die Gartenanlage mal geordnet und geradlinig, mal wild durcheinander und organisch. Mit Bildern von gestalteter Harmonie – mal kultivierte Wildnis, mal streng und formal – belebt der Garten in uns Betrachtern die Verbindung zur Natur auf sinnliche Art und Weise. Aufgeräumt in Reih und Glied, aber dennoch mit einem Hauch Natur präsentiert sich darin die Piazza. Präzise Streifen blühender Tulpen und anderer Geophyten in verschiedenen Farbtönen reihen sich architektonisch in einen futuristischen Belag ein. Linien aus Moosbändern unterstreichen den kultivierten und sauberen Charakter der Piazza und verleihen dieser mit ihrer Unregelmässigkeit eine besondere Spannung.

Wildromantisch hingegen der Übergang in die eigentliche Grünanlage. Eine einheimische, waldrand­artige Bepflanzung mit malerischen Laub- und Nadelgehölzen und einem Meer von Wildstauden, Gräsern und Farnen zeigt die Natur von ihrer schönsten Seite. Rahmen aus Stahl symbolisieren die Gebäude, überwachsen und von Kletterpflanzen umrankt werden sie eins mit der Natur. Aber im Mittelpunkt der einladenden Inszenierung steht der Mensch, der sich zwischen Piazza und Grünanlage bewegt. Der Giardina-Besucher wird zum Städter, er spaziert durch das begrünte Ballungsgebiet und verweilt dort, wo es ihm gerade gefällt.

Diese vielseitige und ideenreiche Darbietung mit über 7000 Stauden, Gräsern und Farnen, 650 Moospflanzen, 38 Bäumen (von vier bis sechs Metern Höhe) und 80 Sträuchern soll die Lust auf Natur und Garten noch mehr intensivieren und wird einmal mehr ein grossartiges Highlight an der Messe in Zürich-Oerlikon.

Umgesetzt wird diese Liebeserklärung an den «Garten in der Stadt» von Lernenden der Regionalsektion JardinSuisse Aargau unter der Leitung der beiden Planer Robin Lustenberger und Jan Schelling.

Giardina 2017
Die einzigartige Ausstellung bildet jeweils zum Frühlingsbeginn einen fulminanten Auftakt in die Saison: Die bedeutendsten Anbieter der Branche präsentieren auf rund 30 000 Quadratmetern neue Produkte, kreative Lösungen und die kommenden Trends in der Gartengestaltung. Inmitten spektakulärer Gartenbeispiele und kunstvoller Installationen finden die Besucher eine Fülle an Inspiration und Anregungen für ihre persönliche Pflanzenwelt im Garten, auf der Terrasse und dem Balkon.

Termin/Ort: 15. bis 19. März 2017 / Messe Zürich, www.giardina.ch


Die beiden Planer der Sonderschau «Grünstattgrau»: Jan Schelling (links) und Robin Lustenberger
Die beiden Planer der Sonderschau «Grünstattgrau»: Jan Schelling (links) und Robin Lustenberger