15.10.2026
Austausch über Regionen und Fachbereiche hinweg
Zweimal jährlich bringt die Präsidentenkonferenz von JardinSuisse die Vertreterinnen und Vertreter der Regionen und Fachbereiche zusammen. Sie ist damit eine wichtige Plattform für den Austausch innerhalb des Verbands und für die Diskussion aktueller und strategischer Fragen. An der jüngsten Präsidentenkonferenz vom 17. September in Montreux stand entsprechend ein breites Spektrum an Themen auf der Traktandenliste.
Einen Schwerpunkt bildete der Stand des an der Delegiertenversammlung beschlossenen Relaunch-Pakets. Dieses soll die Kommunikation verstärken, die Mitgliedergewinnung vorantreiben, die Fachstelle Umwelt stärken sowie Kontinuität und Effizienz im Verband erhöhen. Beim Web-Relaunch läuft derzeit die Evaluation möglicher Partner, gleichzeitig werden die Social-Media-Aktivitäten weiter professionalisiert.
Für die Mitgliedergewinnung ist in drei Sektionen ein Pilotprojekt mit einem attraktiven Starter-Paket vorgesehen. Die Fachstelle Umwelt verfügt neu über ein eigenes Budget zur aktiven Bearbeitung wichtiger Umweltthemen.
Biodiversität als Teil der Umweltstrategie
Intensiv diskutiert wurde auch die Weiterentwicklung der Verbandsstrukturen. Ziel ist eine effizientere Organisation mit klareren Verantwortlichkeiten, weniger Doppelspurigkeiten und einem stärkeren Fokus auf den Nutzen für die Mitglieder. Dazu gehören Überlegungen zur Vereinfachung Austausch über Regionen und Fachbereiche hinweg der bestehenden Gremienstruktur ebenso wie die geplante Fusion der fünf Zürcher Regionalsektionen zu «JardinSuisse Zürich+». Auch die künftige Verteilung der Delegierten an der Delegiertenversammlung war Thema.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Umwelt und Biodiversität. Biodiversität soll künftig als Teil einer umfassenden Umweltstrategie verstanden werden. Im Zentrum stehen dabei vier Pfeiler: Kompetenz, Rahmenbedingungen, Markt und Kommunikation. Zudem stellte sich der neu gegründete Verein «Grüne Zukunft Schweiz» vor, der nachhaltige Grünflächenentwicklung mit Standards, digitalen Instrumenten und messbaren Wirkungen fördern will.
Peter Huber, Präsident der Findungskommission, informierte über den Stand der Nachfolge von Präsident Olivier Mark und die anstehende Präsidiumswahl an der Delegiertenversammlung vom 3. März 2027. Die Findungskommission schlägt Erwin Meier-Honegger als Kandidaten vor.
GAV der Grünen Branche
Beim Gesamtarbeitsvertrag konnte über eine wichtige Weichenstellung informiert werden: Der nationale GAV der Grünen Branche wird zu gleichen Konditionen bis Ende 2027 verlängert. In den kommenden Monaten soll zudem die Frage einer möglichen Allgemeinverbindlicherklärung vertieft werden. Die Fachbereiche berichteten ihrerseits über ihre aktuellen Engagements und Projekte; weitere Informationen gab es aus der Berufsbildung, den Sektionen sowie zu laufenden Kommunikationsprojekten, Vernehmlassungen und Abstimmungen.
Für zusätzliche Perspektiven sorgten zwei Gastreferate: Urs Furrer, Direktor desSchweizerischen Gewerbeverbands sgv, erläuterte das aktuelle Verhältnis Schweiz–EU und das neue Vertragspaket. Patrick Aubort von der Gemeinde Montreux zeigte anhand der kommunalen Strategie auf, wie Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und urbane Biodiversität konkret zusammenspielen.
Text und Foto: Thomas Pfyffer, Leiter Kommunikation JardinSuisse

