Klimawandel
Stadtbäume unter Druck
Aufgrund der Klimaerwärmung werden Bäume in den Städten immer wichtiger. Ihre Kronen spenden Schatten und kühlen durch Verdunstung die Luft. Doch Hitzesommer und knapp bemessener Wurzelraum setzen den Bäumen zu. Die Recherche von g’plus zeigt: Verschiedene Stadtbehörden gehen deshalb in die Offensive und versuchen unter anderem mit Neupflanzungen, Baumschutz und verbesserten Substraten ihre Baumbestände zu erhalten oder sogar zu vergrössern.
Wolkenkratzer – grün und nachhaltig?
Hochhäuser stehen hinsichtlich ihrer intensiven Baukosten sowie der Material- und Energiebilanz gleich aus mehrfachen Gründen in der Kritik. Dies ändert sich jedoch dramatisch, wenn der Grossteil des Neubaus aus Bestandssubstanz entsteht. Nachhaltigkeit und öffentliche Nutzungen mit reichlich Grün waren auch wesentliche Bewertungskriterien beim Internationalen Hochhauspreis 2022/23.
Stadtbäume im Fieber
Die Bäume im Siedlungsraum sind Helden, wenn es ums Wohlbefinden der Bevölkerung geht. Und es gibt menschliche Helden, die versuchen, die Stadtbäume besonders vor vitalitätshemmenden Einflüssen zu beschützen: die Baumverantwortlichen und Experten für Bäume. Sie trafen sich zur ersten Schweizer Baumtagung an der ZHAW in Wädenswil, um Lösungen zu finden, wenn Bäume im urbanen Raum vermehrt unter Fieber und Sonnenbrand leiden.
Bäume für die Zukunft
Über hunderttausend Stadtbäume prägen das Bild von Zürich. Allein letztes Jahr wurden auf öffentlichem Grund durch Wetterereignisse über 19 000 von ihnen beschädigt – rund 2000 gingen ganz verloren. Wie wichtig Bäume für die Zukunft der wachsenden Stadt gerade hinsichtlich des Klimawandels sind, zeigen die Aktivitäten von Grün Stadt Zürich (GSZ).
Die Zukunft gehört den Klimabäumen
Die Hälfte aller im urbanen Bereich gepflanzten Baumarten wird den Klimawandel nicht überleben. So die vernichtende Aussage von Gehölzkundlern, wenn sie nach dem Zustand unserer Grünoasen gefragt werden. Hilfe schafft der Ersatz von Arten, die sich den neuen Bedingungen anpassen können.
«Wir leben vom Naturkapital statt von den Zinsen»
Die Wissenschaft hat zum Biodiversitätsschwund und Klimawandel überzeugende Fakten zusammengetragen. Die gemeinsamen Ursachen jedoch werden kaum erörtert und für die Bekämpfung der beiden Probleme genutzt. Ebenso verhindern unterschiedliche Weltbilder in der Politik eine schlagkräftige Strategie. Zu diesem Schluss kam eine Tagung der Akademie der Naturwissenschaften.
Wie grün sollen Siedlungen sein?
Gesetze enthalten Ziele und Auflagen, wie grün Siedlungen sein sollten. Sie prägen die Freiraumgestaltung in Städten und Ballungsgebieten. Vage Formulierungen lassen aber Spielraum für Interpretation. Raumplanerin Janine Eggs hat in ihrer Masterarbeit an der Uni Zürich Vorschläge ausgearbeitet, wie griffigere Vorschriften Stadtbäume erhalten und fördern könnten.
Bäume der Vergangenheit und der Zukunft
Die Gattung der Eichen umfasst zahlreiche Arten, die in Zeiten des Klimawandels gut für die Pflanzungen in der Stadt geeignet sind. Die Schweizer Baumtagung beschäftigte sich mit dem Quercus in all seinen Facetten - von der Pflege alter Bestände bis hin zu Neupflanzungen.
Der Klimawandel trifft Mensch und Natur
Der Klimawandel wird zunehmend spürbar. Ein konsequenter und rascher Klimaschutz könnte die Erwärmung auf ein erträgliches Mass eingrenzen. Auch die Biodiversität wäre dann weniger bedroht. Denn Pflanzen- und Tierarten passen sich nur allmählich an die veränderten Umweltbedingungen an.
Mehr Grün statt Grau
Städte drohen in einem heissen Sommer zu Hitzeinseln zu werden. Asphalt und Dächer heizen die Umgebung unerträglich auf. Stadtbäume wirken mit ihrer Verdunstungskühlung wie Klimaanlagen und können die Hitze lindern. Auch Dach- und Fassadenbegrünung wird durch den Klimawandel begünstigt.
Fremde Stadtbäume könnten sich bewähren
Verschiedene südosteuropäische Baumarten würden sich für die Begrünung unserer Städte eignen. Doch bereits innerhalb des Bundeslandes Bayern unterscheiden sich die klimatischen Bedingungen und damit die Artenwahl, wie Forscher der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau aufzeigen. Positiv zudem: Die heimischen Insekten verschmähten die fremden Bäume nicht.
Das Graue wird grüner
Bepflanzte Rabatten, Kreisel oder Mittelstreifen sehen nach kleinen Flächen aus. In der Summe erreicht das Strassenbegleitgrün aber respektable Ausmasse. In vielen Schweizer Städten und Kantonen gibt es mittlerweile spezielle Konzepte, um die ökologischen Vorteile dieser Flächen weiter zu steigern.
Vegetation im Hitzestress
Um fast zwei Grad hat sich in den vergangenen 40 Jahren die Temperatur in der Schweiz erhöht. Die Klimaerwärmung könnte bald schon die Wälder gefährden und Grünflächen in den Siedlungen austrocknen. Häufen sich zudem Hitzepeaks wie 2018, so würde dies zum Kollaps einheimischer Baumarten führen. Das sagten Experten an einer Podiumsdiskussion zum Klimawandel.
40 gefällte Bäume sind erst der Anfang
Der Hitzesommer hat auch in der Nordwestschweiz dem Baumbestand zugesetzt. Erste Bäume müssen gefällt werden, allein in Basel sind 40 vorgemerkt. Zudem hält ausserordentlich viel Totholz die Baumpfleger auf Trab.
Der Wald steckt den Hitzesommer besser weg
Wirft der Wald im Herbst seine Blätter früher ab, ist das nicht zwingend ein Alarmzeichen. Basler Forscher haben untersucht, dass diese Strategie erfolgsversprechender ist als bisher vermutet.
Rasen in der Klimakrise
Hitzerekord und ausbleibender Niederschlag - sterbende Stadtbäume und verbrannte Rasenflächen: So zeigte sich 2018 der Schweizer Hitzesommer. Klimaforscher sind davon überzeugt, dass er keine einmalige Wetterkapriole war. Auf Haus- und Sportplatzrasen hinterlässt die Klimakrise immer deutlichere Spuren. Welche Gräser werden sich künftig durchsetzen?
Der Klimaänderung auf der Spur
Der Klimawandel ist laut einer neuen Tamedia-Umfrage eine der grössten Sorgen der Schweizer Bevölkerung. Das Kunst- und Wissenschaftsexperiment "Klimagarten 2085" untersucht dessen Auswirkungen auf Pflanzen, Landschaft und Wälder. Welche Pflanzen sich in 65 Jahren bei uns noch wohlfühlen würden, zeigt der Garten an der Hochschule für Technik in Rapperswil (HSR).
