Neophyten & Neozoen
Je früher entfernt, desto weniger invasiv
Viele invasive, gebietsfremde Arten haben sich seit Langem in der Schweiz etabliert und richten grosse Schäden an der heimischen Flora an. Und es werden immer mehr. Nur mit gezielten Massnahmen können die invasiven Neophyten eingedämmt und bekämpft werden. Der erste Schritt ist das zeitige Erkennen der Schädlinge in den Gärten, Parkanlagen und Wäldern.
Häufig gestellte Fragen zu den neuen Vorschriften für invasive Neophyten
Zwei Verbotslisten regeln in der revidierten Freisetzungsverordnung ab September den Umgang mit invasiven Neophyten. Darüber hinaus gelten weitere generelle Vorschriften für gebietsfremde Organismen, welche die Umwelt gefährden könnten.
Sind invasive Neophyten die letzte Hoffnung für Zukunftsstädte?
Invasive Neophyten verursachen ökologische, ökonomische und gesundheitliche Schäden. Deshalb sind systematische Erfassungen sowie Strategien und Massnahmen zu ihrer Eindämmung wichtig. Einzelne invasive Neophyten sollten wir zudem wegen ihrer Stresstoleranz und Wuchskraft im Auge behalten. Sie verursachen nicht nur Schäden, sondern bieten vielleicht auch Chancen.
Artikel g’plus 23/2022
Trickreiche Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke sticht aggressiv und das auch tagsüber. Ruhige Sommerabende sind in befallenen Gärten vorbei. Jeder Gärtner kann mit einfachen Massnahmen dazu beitragen, dass sie sich nicht festsetzt.
Frühe Bekämpfung ist entscheidend
Der Japankäfer breitet sich seit 2017 im Kanton Tessin lokal aus. Befürchtet wird, dass dieser Quarantäneschädling auch in Gebiete nördlich der Alpen eingeschleppt werden kann. Dort, wo er sich etablieren kann, frisst er in Kürze alles kahl.
Neobiota: Pflicht zur Schadensbegrenzung
Die Zahl der invasiven gebietsfremden Arten nimmt in der Schweiz zu. Mit neuen Rechtsvorschriften und einem umfassenden Management will man Neobiota überwachen, eingrenzen und bei drohendem Schaden tilgen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die kantonale Plattform «Cercle Exotique».
Neobiota beschäftigen die Branche intensiv
Obama lebt neuerdings auch in der Schweiz – in Form eines gleichnamigen Plattwurms. Er muss ebenso bekämpft werden wie Marmorierte Baumwanze, Erdmandelgras oder Berufkraut. Die Suche nach effizienteren Bekämpfungsmethoden dauert an. Auch die intensiveren Selbstkontrollen beschäftigen in diesem Zusammenhang die Branche. Reichlich Themen für die Tagung des Cercle Exotique.
Vorsicht, Tigermücke
2003 wurde die Asiatische Tigermücke erstmals im Tessin gesichtet, 2015 in Basel-Stadt, 2016 in Zürich. Noch gilt die Gefahr, dass sie auch hierzulande gefährliche Tropenkrankheiten überträgt, als gering. Bund und Kantone arbeiten daran, die Verbreitung der Stechmücke so lange wie möglich zu verhindern – oder zumindest einzuschränken.
