Verstärkte Hilfe für Augebiete nötig
Bisherige Schutzgebiete genügen in Zukunft nicht mehr: Auen sind wichtige Lebensräume für unzählige Arten. Doch ihre Existenz ist bedroht und sie werden diese Funktion zukünftig nicht mehr erfüllen können. Gemäss einer Studie unter der Leitung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft ist es nötig, grossflächiger entlang von Flusseinzugsgebieten zu planen.
Dazu gehört auch, die Augebiete verstärkt untereinander zu vernetzen. Vor allem die sich verändernden klimatischen Bedingungen gefährden ihre Existenz und damit auch den dort vorhandenen Artenreichtum. Inzwischen selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, die das feuchte Ambiente benötigen, sind hier anzutreffen (Bild: Auenschutz Kanton Aargau).
Dämme, Wehre und Begradigungen der Flussläufe haben den regelmässigen natürlichen Überschwemmungen der Flusslandschaften längst ein Ende bereitet. Inzwischen laufen zahlreiche Revitalisierungs- und Schutzprojekte. Doch der Klimawandel holt diese Bemühungen ein, zeigt die Studie. Die Gebiete müssen vergrössert und miteinander verbunden werden.
Text und Foto: Claudia Bertoldi
