05.03.2021

Netzwerk Pflanzengesundheit Schweiz gegründet

Mithilfe koordinierter Kommunikationsmassnahmen soll die Gesundheit der Kultur- und Waldpflanzen in der Schweiz besser vor der Einschleppung und Verbreitung von neuen Schädlingen und Krankheiten geschützt werden. Zu diesem Zweck wurde am 18. Februar 2021 in einer online ­durchgeführten ­Veranstaltung das Netzwerk Pflanzengesundheit Schweiz gegründet, zu ­dessen Mitgliedern auch JardinSuisse zählt.

Das Logo des neuen Netzwerks. (zVg)
Das Logo des neuen Netzwerks. (zVg)

Beginnend mit einem gemeinsamen Arbeitsausflug einem informellen, aber dennoch intensiven Austausch letzten Sommer im Tessin (g’plus hat in Nr. 23 darüber berichtet) haben sich die daran teilnehmenden Organisationen neu im Netzwerk Pflanzengesundheit Schweiz zusammengeschlossen. Das Netzwerk will den gemeinsamen Kampf gegen Schadorganismen aufnehmen und gezielte Kommunikationsaktivitäten umsetzen. Zum Netzwerk zählen der (federführende) Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD), WaldSchweiz, der Schweizer Familiengärtner-Verband (SFGV), der Schweizer Bauernverband (SBV) sowie JardinSuisse.

Vision
Das Schadenpotenzial durch Quarantäne­organismen ist gross, insbesondere auch für den Gartenbau in der Schweiz. Das kommt nicht von ungefähr, denn der internationale Warenhandel und Reiseverkehr haben zur Folge, dass neue gebietsfremde Schädlinge und Krankheiten von Pflanzen als «blinde Passagiere» eingeschleppt und verbreitet werden. Dies stellt nicht nur eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Pflanzen dar, sondern ist auch für uns Menschen bedenklich. Das Netzwerk strebt für die Schweiz einen besseren Schutz der Pflanzengesundheit an, um wirtschaftliche, soziale und ökologische Schäden durch solche Schadorganismen zu vermeiden und will dies in erster Linie mit präventiven Massnahmen erreichen.

Gezielte Aktivitäten
Die Mitglieder des Netzwerks wollen tatkräftig und nach ihren Möglichkeiten zum Beispiel Arbeitsausflüge zu Befallsherden (Beispiel Japankäfer im Tessin) oder Aktionen zur Sensibilisierung von Berufsleuten der Grünen Branche, Hobbygärtner/-innen und international Reisenden organisieren. Dabei soll auch der «Internationale Tag der Pflanzengesundheit» am 12. Mai für kommunikative Aktivitäten genutzt werden. JardinSuisse will diese Mitwirkungsmöglichkeit dazu nutzen, um die einzelnen Fachbereiche innerhalb des Verbandes durch gezielte Kommunikation zu informieren, aber auch zu sensibilisieren. Sei es im Rahmen von frühzeitig und verständlich aufbereiteten Themen an Fachtagungen oder in Weiterbildungskursen, in Beiträgen im Fachmagazin g’plus oder auf der Website. Denn: Die Bereitschaft, Präventionsmassnahmen auch mitumzusetzen, steigt, wenn diese auch verstanden werden.

Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft im Netzwerk steht allen Organisationen und Institutionen offen, die ein Interesse am Schutz von Kultur- und Waldpflanzen haben. Interessierte können sich direkt an den EPSD wenden: ­phyto@blw.admin.ch oder 058 462 25 20. Siehe auch unter: