24.06.2021

Agrarinitiativen: Weiser Volksentscheid motiviert zu einer Verdoppelung der Bemühungen

Der Präsident von JardinSuisse, Olivier Mark, zu den Ergebnissen der letzten Volksabstimmungen, welche die Grüne Branche betreffen.

Noch nie war die Grüne Branche so direkt von einer Volksinitiative betroffen wie am vergangenen 13. Juni. Die uns angeschlossenen Unternehmen, von denen einige durch die Volksbegehren in ihrer Existenz bedroht waren, haben zu Recht erwartet, dass JardinSuisse sie mit vollem Einsatz verteidigt. Um die Abstimmungskampagne zu führen, haben wir daher zusammen mit den Obst- und Gemüseproduzenten, der Nahrungsmittel­verarbeitenden Industrie sowie EconomieSuisse eine breite Allianz auf die Beine gestellt. Diese Partner haben mir die Präsidenz des Zusammenschlusses übertragen, der eng mit dem Schweizer Bauernverband zusammengearbeitet hat. Das Resultat der gemeinsamen Anstrengungen ist nun bekannt: Die Bevölkerung hat verstanden, wie extrem die Initiativen für Pflanzenproduzenten waren. Über 60 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind zum Schluss gekommen, dass ein definitives, schnelles und vollständiges Verbot von synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu radikal ist.
Jetzt gilt es, das Vertrauen des Volkes zu honorieren. JardinSuisse wird die Förderung von möglichst natürlichen Verfahren beim Pflanzenanbau und Gartenunterhalt intensivieren. Ich fordere Sie alle dazu auf, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und beruhigt, aber mit Bestimmtheit darauf zuzugehen, auch wenn das bedeutet, dass Sie Ihr Sortiment und Ihr Geschäftsmodell vollständig überdenken müssen. Die Bevölkerung hat uns ihr Vertrauen geschenkt und uns vor extremen Massnahmen verschont. Der von der Initiative ausgehende Impuls ist jedoch klar: Unsere Liebe zur Natur soll in Zukunft noch stärker die Grundlage unserer Entscheidungen sein. Sie, liebe Mitglieder, dürfen nicht nur bei der Umsetzung der notwendigen Veränderungen auf die Unterstützung von JardinSuisse zählen, sondern auch, wenn es darum geht, dass Ihre Bemühungen in Sachen Umweltschutz anerkannt werden.

Olivier Mark
Präsident von JardinSuisse